Vom guten Umgang mit Trauer am Arbeitsplatz

11.11.2017

Vom guten Umgang mit Trauer am Arbeitsplatz

Trauer trifft jeden. Für Familien, deren Kind gestorben ist, bedeutet es eine großer Herausforderung, trotz aller damit einhergehenden Belastungen im Alltag zu funktionieren und dabei alle Familienmitglieder zu berücksichtigen, im Arbeitsleben seinen Platz zu behalten und Freundschaften zu erhalten. Helfer-/innnen, Kolleg/-innen und Freund/-innen und das weitere Umfeld sind oft unbeholfen: Worte fehlen, die Betroffenheit und die Versuchung, Kontakt zu vermeiden, sind groß.

Welche Bedürfnisse haben Trauernde im Arbeitsleben? Welche Reaktionen erleben sie als unterstützend, hilfreich, tröstlich und ermutigend? Wie kann der Spagat gelingen, ganzheitlich zu trauern und gleichzeitig das Berufsleben gut zu gestalten? Wie können Trauernde für sich selbst sorgen?

Der Vortrag von Frau Offermann will Offenheit und Verständnis für die vielen Facetten der Trauer schaffen. Erfahrungen und Bedürfnisse be-troffener Kolleginnen und Kollegen werden beschrieben, und es wird gezeigt, wie Achtsamkeit und Gesprächsbereitschaft in Unternehmen gewinnbringend aufgebaut werden können. Der Schlüssel dazu heißt BEILEID

B eziehung
E mpathie
I ndividualität
L ogistik
E ntspannung
I ntegration
D auer

Trauer bedeutet Schwerstarbeit – körperlich und seelisch. Der Vortrag von Rolf Möser gibt Einblicke in sein Erleben am Arbeitsplatz als Vater von Eyck, der im November 2016 gestorben ist. Er beschreibt, wie er sein kollegiales Umfeld in der Zeit zwischen Tod und Beerdigung und nach seiner Rückkehr an den Arbeitsplatz erlebt hat. Dabei wird deutlich, welche Gespräche, Gesten und Rituale hilfreich in der Zeit der Trauer und Erschöpfung waren. Mit seinen Ausführungen will er ermutigen, am Arbeitsplatz auf Trauernde zuzugehen anstatt sich durch eigene Ängste und Unsicherheiten in eine Zone der Tabuisierung und des Schweigens zu begeben.

Sie sind herzlich eingeladen zu hören, zu erspüren und zu diskutieren, was Not-wendend in ein erfülltes (Arbeits-)leben führen kann.

Ort: 7. Deutsches Kinderhospizforum, Essen

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